FC Mietersheim 1946 e.V.

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Allgemeines

Totenehrung

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Der FC Mietersheim gedenkt seinen verstorbenen Mitgliedern

 


im Jahr 2016

Peter Schnaiter - verstorben am 24.01.2016 - Ehrenmitglied -

 

im Jahr 2015

Helmut Ruder - verstorben am 31.03.2015

Arthur Bühler - verstorben am 30.04.2015

Helmut Beier - verstorben am 28.09.2015 -
Ehrenmitglied -

 

im Jahr 2014

Werner Hofstetter - verstorben am 24.03.2014 - Ehrenmitglied -

 

im Jahr 2013

Heinz Herzog - verstorben am 15.05.2013

Alfred Baum - verstorben am 21.09.2013

 

im Jahr 2011

Lioba Löschtrog - verstorben am 04.04.2011

Manfred Beuschel - verstorben am 08.05.2011- Ehrenmitglied -


im Jahr 2009

Gottfried Walter - verstorben am 04.08.2009- Ehrenmitglied -


im Jahr 2008

Walter Holderer - verstorben am 03.01.2008- Ehrenmitglied -

Dieter Huber - verstorben am 04.03.2008

 

 

im Jahr 2007

Hilda Grieshaber - verstorben am 17.06.2007- Ehrenmitglied -

Günther Huber - verstorben am 02.12.2007- Ehrenmitglied -

 

wir werden Ihnen ein ehrendes Gedenken bewahren.

 





FCM

Unsere Vereinsfarben sind "ROT-SCHWARZ"

 

 

Lassen Sie sich Zeit und durchstöbern Sie unsere Homepage - Die Vorstandschaft

 

Fußballsport im Fußball - Club Mietersheim

Wenn man in die Vergangenheit des  Fußball-Club Mietersheim 1946 e.V. zurück schaut, so muss daran erinnert werden, dass bereits in den Zwanziger Jahren junge Mietersheimer Fußballer vornehmlich in Dinglingen, aber auch im FV Lahr, in Kippenheim und weiteren umliegenden Orten spielten. In der damaligen Handballhochburg des 'Arbeiter- Gesang- und Turnverein Mietersheim', war sicher wegen der damaligen wirtschaftlichen Verhältnisse und vor allem mangels fehlendem Spielfeld keine Durchsetzungsmöglichkeit für eine weitere Rasensportart. Der Zerschlagung der Arbeitsportbewegung mit Beschlagnahme aller seiner Einrichtungen durch das NS-Regime im Jahre 1933 fiel auch der Mietersheimer Verein zum Opfer. Außerdem ließen die politischen Veränderungen, die zu einem grundlegenden Umbau des deutschen Fußballsportes führten, den Spielbetrieb nur noch innerhalb der die Säuberung überstandenen Vereine zu. Erst als nach Ende des 2ten Weltkrieges durch die Besatzungsmacht im Frühjahr 1946 wieder Sportvereine, allerdings nur in Form von 'Allsportvereinen', zugelassen wurden, regten sich insbesondere in der jüngeren Generation wie vor 1946 das Interesse der Anhänger des Fußballsportes, einen Verein zu gründen. Bereits in den Kriegsjahren hatten sie teilweise auf Wiesengelände Spiele untereinander und dann auch gegen Gruppen aus umliegenden Orten wild ausgetragen.

Anfang Juni 1946 traf die Genehmigung der französischen Militärregierung zur Gründung eines Sportvereines ein. So konnte dann am 23. Juni 1946 in einem Klassenzimmer der Volksschule der 'Sportverein Mietersheim' aus der Taufe gehoben werden. Nach der Erinnerung des Chronisten (eine Niederschrift ist nicht mehr vorhanden) waren hierbei anwesend:

Hans Bühler, Heinz Eble, Oskar Fleig, Ludwig Grieshaber, Erich Herzog, Heinz Herzog, Karl Herzog, Rudi Herzog, Günter Huber, Gustav Jenne, Friedrich Kern, Peter Mattern, Eberhard Mayer und Gustav Vossler.

In den Vorstand wurden berufen:

Vorsitzender: Karl Herzog
Stellvertreter und Sportausschuss: Hans Bühler
Schriftführer: Peter Mattern
Rechner: Oskar Fleig (Chronist)
Jugendleiter und Spielführer: Ludwig Grieshaber

Die Genehmigung des Vereines durch das Gouvernement Militaire de Bade (Französische Militärregierung für Baden) in Freiburg erfolgte am 2.10.1946 'provisorisch unter dem Vorbehalt der politischen Reinigung der Vereinsleitung'. Da schon unmittelbar nach der Gründung durch die Mitglieder im Einverständnis mit der Gemeindeverwaltung als Geländeeigentümer damit begonnen wurde, das frühere Handballspielfeld vom Schuttplatz wieder in einen Sportplatz zu verwandeln, war nun die letzte Schranke für die Aufnahme der zweckbestimmenden Vereinstätigkeit gefallen. Die nach der Ausübung des Fußballsportes drängenden jungen Menschen fanden Zuwachs in den nach und nach aus Gefangenschaft und Internierung zurückkehrenden 'alten Fußballer', so dass bald eine Mannschaft aufgestellt werden konnte. Unter Aufsicht des Landessportbeauftragten der Militärregierung in Freiburg kam schon im Sommer 1947 ein in Spielklassen eingeteilter Spielverkehr der allseits wieder- oder neugegründeten Vereine zustande. Hierzu konnte der Verein bereits eine spielstarke Mannschaft in den Meisterschaftswettbewerb der aus 10 Vereinen gebildeten Staffel Süd der Kreisklasse Lahr schicken, die auf Anhieb mit 27:9 Punkten und 48:27 Toren die Vizemeisterschaft erringen konnte.

Es ist dem Chronisten ein Anliegen, hier die Umstände aufzuzeigen, unter denen der Spielverkehr durchgeführt werden musste. Ausgedehnte Hamsterfahrten, Kartoffelsammeln, Zigaretten-, Tabak- und Eierhandel und vieles mehr mussten organisiert werden, um einen Spielball, geeignetes Schuhwerk und Spielkleidung zu erwerben, aber auch den aus Karlsruhe anreisenden Trainer mit l0 kg Kartoffeln je Trainingsabend zu 'bezahlen'. Da es oft keine Fahrtmöglichkeiten gab, wanderte man zu den näher gelegenen Auswärtsspielen oder fuhr zu zweit auf Vollgummireifen mit dem Fahrrad. Für weitere Entfernungen 'ergatterte' man sich meist in Bettelform ein mit Holzvergaser betriebenes Fahrzeug (Bus oder LKW), für das jeder Mitfahrer ein vorgeschriebenes Quantum trockenes Brennholz mitzubringen hatte. Hierbei ist dem Verein einmal vorgekommen, dass ein solches Vehikel an der Abfahrtstelle vor dem 'Grünen Baum' nicht mehr in Gang gebracht werden konnte. Auf den Anruf des Chronisten beim Vorstand des Platzvereines wurde dann von diesem ein Traktor mit Leiterwagen zur Abholung der Mannschaft nach Mietersheim geschickt. Als der Platzverein in der Halbzeit mit 1:4 Toren zurücklag, schickte der Vorstand aus Enttäuschung das Fahrzeug in den Ort zurück und die Mietersheimer Mannschaft und ihre Begleiter mussten nach einem 5:2 Erfolg den 12 km weiten Heimweg als Wanderer zurücklegen.


Das alles tat jedoch dem Willen zum Fußballsport keinen Abbruch. Man wurde eine verschworene Gemeinschaft und daraus erwuchsen sportliche Erfolge. So konnte der junge Verein im folgenden Spieljahr 1948/49 in der jetzt Kreisklasse Lahr Staffel I benannte Spielklasse unter 12 Mannschaften mit 31:13 Punkten und 77:33 Toren erneut den 2ten Tabellenplatz belegen.

1. Mannschaft Runde 1948/49

2. Mannschaft Runde 1948/49

1. Mannschaft Runde 1948/49

Auch das Vordringen der Mannschaft in der Pokalrunde dieses Spieljahres soll hier nicht vergessen werden. Erst in der Runde der letzten Acht in Südbaden schied der Verein in einem denkwürdigen Heimspiel mit 1:5 Toren gegen den FC Emmendingen (damals oberste Spielklasse) vor über 500 Zuschauern aus dem Wettbewerb aus.


Das Jahr 1948 brachte durch die Währungsreform wieder bessere Verhältnisse, das Geld hatte wieder einen Wert. Auch der Zwang zu Allsportvereinen wurde gelockert, ebenso war der Weg zur Gründung von Sportverbänden wieder frei. Dem Sportverein Mietersheim wurde am 26.6.1948 eine Turnabteilung (bis dahin verbotene Sportart) sowie am 18.3.1950 eine Handballabteilung angeschlossen und gleichzeitig der Vereinsname in 'Turn- und Sportvereinigung' geändert. Eine weitere Strukturänderung erlebte der 'Allsportverein' dann schließlich am 13.1.1951 mit dem Anschluss des örtlichen Gesangvereines und der damit verbundenen erneuten Namensänderung in 'Gesang- und Sportvereinigung'.


In diesem Jahr erfolgte durch den Fußballverband für das Spieljahr 1951/52 eine Neuordnung der Spielklassen in den Bezirken. An Stelle der bisherigen Kreisligen gab es nun die C-, B- und A-Klassen. Der Verein war mit seiner 1. Mannschaft nun nicht mehr in der niedersten Spielklasse, sondern in der B-Klasse Offenburg, Staffel Süd eingeteilt. Diese in der Auswirkung als Aufstieg zu bezeichnende Einteilung erfolgte sicherlich in Würdigung der Leistungen der vorangegangenen Spieljahre. Diese Leistungen wurden dann auch durch den am Ende des Spieljahres eingenommenen 2. Tabellenplatz bestätigt.


Am 6. Juni 1953 schließlich schlug dann die Geburtsstunde des heutigen 'Fußball-Club Mietersheim'. In einer an diesem Abend stattgefundenen Abteilungsversammlung wurde mit großer Mehrheit von 42 gegen 2 Stimmen die Loslösung vom bisherigen Verein und damit die künftige Selbständigkeit beschlossen. Maßgeblich beeinflusst war diese Trennung durch aufgetretene finanzielle Schwierigkeiten mit dem Gesamtverein.

Der neue Verein hatte es zunächst nicht leicht, sich auf eigenen Füßen zu behaupten. Ihm stand jetzt nach der Trennung das bisherige Spielfeld nicht mehr zur Verfügung. So mussten über das Spieljahr 1953/54 hinweg nahezu alle Heimspiele auf dem Platz des Gegners ausgetragen werden. In der B-Klasse-Staffel Süd spielend bedeutete dies z.B. 2 Fahrten nach Schiltach usw. Dass dieses Spieljahr trotzdem mit dem 5ten Tabellenplatz abgeschlossen werden konnte, ist als ein herausragender Erfolg darzustellen. Noch größer allerdings war der Erfolg der 2ten Mannschaft, die in der Gruppe Lahr-Süd der Reservemannschaften die Meisterschaft errang. Die neu aufgestellte A-Jugend konnte naturgemäß hier nicht mithalten und nur 3 Spiele gewinnen und 3 unentschieden gestalten.

Ein eigenes Spielfeld war natürlich das bei der Selbständigmachung dem Vorstand gesetzte erste Ziel des Vereines. Mit Tatkraft und Zähigkeit des unvergessenen 2. Vorsitzenden Bäckermeister Helmut Jenne war es innerhalb kürzester Frist gelungen, in unmittelbarer Nachbarschaft zum bisherigen Sportplatz Wiesengelände von der Stadt Lahr in langfristiger Pacht zu erhalten. Dieses Gelände musste aufgefüllt werden. Der Aushub eines Erweiterungsbaues der Firma Albert Nestler AG. wurde hierfür eingesetzt und in vielen Freizeitstunden der Mitglieder eingeebnet. Hinzu kam dann noch der finanzielle Einsatz vor allem des 2ten Vorsitzenden, aber auch der Mitglieder durch eine Baustein-Aktion. Von der Brauerei Lasser konnte eine in Lörrach stehende Baracke zu günstigen Bedingungen übernommen und auf dem Gelände aufgestellt werden. In dieser zu einem Aufenthaltsraum hergerichteten Baracke wurde, nach Eintreffen der Wirtschaftserlaubnis des Landratsamtes erstmals am 8. Juni 1955 eine Vorstandssitzung durchgeführt. Dieses Datum darf somit als Geburtsstunde des vereinseigenen Wirtschaftsbetriebes festgehalten werden. Ihr folgte dann knapp 2 Monate später am 31. Juli 1955 die Einweihung des in vollkommener Eigenleistung erbauten vereinseigenen Sportplatzes. Hierbei stellten sich die 1. Mannschaft, die 2. Mannschaft und die A-Jugend in Spielen jeweils gegen den FV Dinglingen dem heimischen Publikum vor.


Im Juli 1959 erfolgte der Anbau eines Waschraumes an die Clubhaus-Baracke, wozu ein Darlehen aufgenommen werden musste.
In den Jahren 1964/65 wurde ein Umkleidegebäude mit Dusch- und Toilettenanlagen, sowie ein Schiedsrichterraum einschließlich Ölheizung mit Tankanlage unter der Federführung des damaligen 2. Vorsitzenden Karl Ruder als Anbau an das vorhandene Clubheim erstellt. Damit erhielt auch das Clubhaus eine Zentralheizung; - Kohleofen mit Rauch und Gestank gehörten der Vergangenheit an. Die Finanzierung konnte unter tatkräftiger finanzieller oder materieller Mithilfe der dem Verein angeschlossenen Sportgemeinschaften der Lahrer Firmen Grohe-Thermostat, INA, Robert Nestler, Albert Nestler, Schauenburg und Skrebba, sowie Eigenleistungen der aktiven und passiven Mitglieder, einer Darlehensaufnahme beim Gerling-Konzern als damaligem Versicherungsträger der Sportunfallversicherung und letztlich durch eine Spendenaktion unter der Bevölkerung sichergestellt werden.
In der sportlichen Rückblende erinnern wir uns, dass die 1. Mannschaft sich über die Tabellenplätze 9, 5, 9, 12 und 8 im Spieljahr 1956/57 in der B-Klasse behaupten konnte, dann aber leider im Folgejahr 1957/58 mit Platz 13 der Schlusstabelle bei 20 : 32 Punkten und 47 : 68 Toren in die C-Klasse absteigen musste.

Hier wurde sie für das Spieljahr 1958/ 59 der Staffel Lahr-Süd zugeteilt und konnte auf Anhieb mit 31:10 Punkten und 89:39 Toren die Meisterschaft erringen und damit den Wiederaufstieg schaffen. Wieder in der B-Klasse hielt sich die Mannschaft mit den Tabellenplätzen 10, 3 und 8 im Spieljahr 1961/62 sehr achtvoll, ehe sie am Ende des Spieljahres 1962/63 bei 16:36 Punkten und 64:84 Toren erneut mit dem 13. und letzten Tabellenplatz vorlieb nehmen musste, was natürlich den Abstieg bedeutete. Nun in der C-Klasse, Staffel Ettenheim spielend errang die Mannschaft im Spieljahr 1963/64 auf Anhieb wieder die Staffelmeisterschaft, wobei sie mit nur 2 Niederlagen und 4 Unentschieden 48:8 Punkten sammeln konnte und das Rekord-Torergebnis von 154:57 erzielte.


Dieses unter Trainer Peter Molitor sen. erreichte Ergebnis ist bis heute unübertroffen geblieben. Leider hielt in der B-Klasse diese Schussstärke nicht an, denn in den der Meisterschaft  folgenden Spieljahren wurden jeweils nur ein Drittel dieser Tore erzielt und über die Plätze 3 und 10 im Spieljahr 1966/67 wieder auf dem Schlussplatz der Tabelle gelandet. Hierbei mussten bei nur 45 erzielten Toren 63 solcher hingenommen werden.


Auch dieses negative Rekordergebnis blieb bisher unübertroffen. Im Folgejahr 1967/68 in der C-Klasse, Staffel Lahr, eingeteilt, war wieder mehr Schusslaune oder Glück vorhanden, denn das Torverhältnis hieß 91:29 bei 39:9 Punkten. Hierbei musste die Mannschaft nur dem FV Lahr I I mit 42:6 Punkten, aber nur 84:30 Toren den Vortritt lassen und mit der Vizemeisterschaft vorlieb nehmen. Seit 1967/68 ist die Mannschaft nun in der C-Klasse Dauergast. Lediglich im Jahr der Änderung der Klassenbezeichnung 1978/79 in Kreisliga B verfehlte sie mit nur 2 Punkten Rückstand auf den SV Kippenheimweiler Meisterschaft und Aufstieg.


In den vergangenen Spieljahren belegte man als beste Platzierungen die Plätze 3 x Platz 2, 3 x Platz 3, 2 x Platz 4, 2 x Platz 5. Sie waren die Ergebnisse mühevoller Arbeit der jeweiligen Trainer.


Diese Aufzeichnung der sportlichen Erfolge wäre nicht vollzählig, würde der Chronist die 2. Mannschaft vergessen. Ihre Klassenzugehörigkeit war ja immer abhängig von derjenigen der 1. Mannschaft. Mit wenigen Ausnahmen bestritt sie Ihre Spiele als Vorspiele. Sie konnte Meisterehren erringen wie bereits erwähnt im Spieljahr 1953/54 und zuletzt im Spieljahr 1974/75

Meistermannschaft 1963/64

2. Vorst. K. Ruder, 1. Vorst. G. Huber, W. Rockel, H. Jockers, H. Schröder, E. Wüst, W. Siefert, P. Kary, KH. Schaub,T h. Burger, Tr. Molitor,
Vorne: KH. Geißel, J. Schmitz, W. Ruder

Meistermannschaft 1958/59

E. Wüst, J. Schmitz, R. Herzog, F. Frenk, W. Ruder, H. Herzog, J. Hofstetter, M. Lampert, KH. Geißel, W. Hofstetter,. H. Schröder

Als 3te Säule der aktiven Spieler soll auch die Mannschaft der 'Ehemaligen', die AH, angeführt sein. Sie beteiligen sich noch am Spiel aus Liebe zur Sache und Fürsorge um die Gesundheit ihres Körpers. Sie sind in allen Belangen neben ihrer sportlichen Betätigung für den Verein unverzichtbar einfach da. Auf ihre Aktivitäten kann ein Verein nicht verzichten.

 

Die 2. Mannschaft Staffelmeister 74/75

O: M. Geißel, M. Ruder, D. Kramer, G. Hopitz, U. Pulz, W .Gruber, W. Herzog, B. Burger, Betr. KH. Dunaiski
U: H. Jockers, E. Ehret, J. Schmitz, HP. Hopitz

Eine seit dem Jahre 1972 durch die Eingemeindung bestehende Verpflichtung der Stadt Lahr wurde schließlich im vergangenen Jahr 1985 Wirklichkeit. Die Mietersheimer Fußballer konnten eine neue Platzanlage in Besitz nehmen. Vergessen sind nun die Vertröstungen und die dadurch immer wieder aufgetretene Ungeduld der Anhänger des Vereins. Mit großem Elan wurde dabei erhebliche Eigenleistungen erbracht, die hier nicht vergessen werden sollen. Auch die 1977 mit erheblichem Kostenaufwand seitens der Stadt erfolgte Regenerierung der alten Platzanlage soll hier nicht unerwähnt bleiben. So verfügt der Verein nun über 2 Rasenspielfelder, die dem Spiel und Trainingsbetrieb von derzeit 3 Senioren- 3 Jugend- 2 Damenmannschaften  voll gerecht werden.


Mit der offiziellen Übergabe der neuen Platzanlage durch Herr Oberbürgermeister Dietz konnte der Verein gleichzeitig auch sein durch einen Erweiterungsbau vergrößertes Clubhaus den Gästen vorstellen. Durch Vermittlung des damaligen Spielausschußvorsitzenden Heinz Neumann konnten die Bauteile eines Wohngebäudes der Firma MdS (Möbelhaus des Schreinerhandwerks) gegen Ausführung des anstehenden Abbruches kostenlos übernommen werden. Dieser Abbruch war der Startschuss zu einem anfangs gewagten Unternehmen, das heute als gelungen bezeichnet werden kann. Mit geradezu unheimlichem Elan gingen unter Leitung des damaligen 1.Vorsitzende Josef Schmitz aktive und passive Mitglieder ans Werk. Nach schon früher kostenlos gefertigten Plänen des Mitgliedes Architekt Schaible wurde unter der Bauleitung von Harald Hofstetter in kurzer Zeit eine Leistung vollbracht, die selbst größte Optimisten in dieser Form nicht für möglich hielten. Dank eines namhaften Zuschusses der Stadt Lahr und günstiger Darlehen der Brauerei Lasser konnte auch die Finanzierung geschafft werden.


Auf dem Sportlichenbereich vergrößerte sich der Fußball-Club, so kam 1973 eine Damengymnastikabteilung hinzu. Durch eine Wanderabteilung trat der Verein in den Jahren 1977 bis 1982 auch auf dem Gebiet des Volkswanderns an die Öffentlichkeit. Sie war 'Vorläufer' des seit  Jahren selbständigen Vereines 'Wanderfreunde Mietersheim'.


Auch Kulturell war der Fußball-Club aktiv so konnte sich der Verein auf eine Theatergruppe stützen, die, die alljährliche Weihnachts- oder Jahresfeier mit gekonnten Aufführungen unter jeweils großem Erfolg gestaltet. Für die Fasnet in Mietersheim  wurde1973 die Fastnachtsabteilung „Schärmies „ gegründet verbunden mit der Durchführung von Fastnachtumzügen. Im Jahre 1983 trennte sich die Abteilung vom Fußball-Club und machte sich selbständig.

Das Dorffest (Gassenfest) veranstaltet der Fußball-Club in den ersten Jahren selbständig, bis  die neu gegründete Vereingemeinschaft die Organisitation übernahm. Open Air Konzerte werden durchgeführt z.B. mit den Zillertaler Haderlumpen oder Ü 30 Party mit der Tom Robin Band. Hier wurde das Sportgelände in eine Partymeile verwandelt. Weitere Veranstaltungen war Tanz in den Mai mit der Live Band Rosenwood in der GSV Halle.


Auf die Unterstützung der örtlichen Einrichtungen legte der Verein in der Vergangenheit sehr großen Wert. So führte er am 1. Juli 1973 im Rahmen des vom Kindergarten in der dem Sportplatz benachbarten Turnhalle veranstalteten Sommerfests ein Wohltätigkeitsspiel zugunsten des Kindergarten-Neubaues durch. Gegner waren eine Mannschaft des Ortschafts- und Kirchengemeinderates, verstärkt  durch den damaligen Pfarrer Goerke und Oberlehrer Hochrein von der Grundschule und eine Mannschaft des Vereines, bestehend aus Mitgliedern des Vorstandes und als Verstärkung Willi Ugi vom Vorstand der GSV. Nach dem Bericht der LZ sahen 500 Zuschauer dieses interessante Spiel, das unter der Leitung des Chronisten brüderlich 3 : 3 endete.

 

Wohltätigkeitsspiel zu Gunsten des Kindergartenneubaus.  Mannschaft FC Mietersheim

O.: W. Helm,  H. Beier, E. Ebert, H. Schröder,
R. Herzog,  W. Ugi, W. Jockers,  O. Fleig
U.:  L. Grieshaber, W. Hofstetter, J. Schmitz, H. Eble

Eine weitere Großveranstaltung zu Gunsten des Kindergarten-Neubaues fand zusammen mit der Kirchengemeinde ebenfalls auf dem FC-Platz am 29.9.1974 statt. Auch hier standen sich u.a. 'Prominente' der Gemeinde in Anwesenheit von OB Dr. Brucker gegenüber. Das Spiel wurde mit einem von ihm gestifteten und vor dem Spiel signierten Ball ausgetragen.


Zur Abrundung dieser Vereinsgeschichte sollen auch unsere Frauen nicht vergessen bleiben. Sie gründeten am 18.3.1974 eine Frauengymnastikabteilung und sind mit rund 20 Mitgliedern allwöchentlich dabei, ihren Körper fit zu halten. Auch bei Veranstaltungen des Vereines ist ihre jeweils angebotene Hilfe sehr wertvoll.

Zum Abschluss noch ein Wort des Chronisten. Es sind nun über 60 Jahre, seit der Fußball-Club Mietersheim 1946 e.V. besteht. Grund genug, dankbar allen jenen Männern zu gedenken, die in den vergangenen 6 Jahrzehnten den Fußballsport hochgehalten haben, sei es durch Begeisterung oder durch Opferbereitschaft. Ihr Erbe sollte auch unserer jungen Generation Verpflichtung sein, auch weiterhin dem Verein und damit dem Sport zu dienen.

Nachfolgend sind die einzelnen Funktionäre (soweit bekannt) des FC Mietesheim aufgeführt.

Abteilungsleiter  des FCM
Nach der Gründung als Abteilung bei der GSV Mietersheim  im Juno 1946
Karl Herzog (verstorben)
ab  06/1946 -
Friedrich Schmidt (verstorben) chronologisch nicht bekannt
Georg, Bühler (verstorben) chronologisch nicht bekannt
Willi, Helm (verstorben) Anfang nicht bekannt - 06/1953
Vorstände des FCM
Nach der Gründung als Verein im Juno 1953
Willi, Helm (verstorben) 06/1953 –  Ende nicht bekannt
Oskar, Fleig (verstorben) chronologisch nicht bekannt
Hans, Bühler (verstorben) chronologisch nicht bekannt
Helmut, Jenne (verstorben) Anfang nicht bekannt -  04/1958
Günther, Huber (verstorben) 1958 – 1968
Josef, Schmitz 1968 – 1978
Jürgen, Eble 1978 - 1978
Peter, Eble 1978 - 1980
Paul, Kary 1980 - 1983
Josef, Schmitz 1983 – 1984
Josef Schmitz 1984 – 1985
Werner, Geith 1985 – 1986
Dieter Rottenecker 1986 – 1989
Reinhard, Jockers 1989 – 1993
Heinz Neumann 1993 – 1993
Reinhard Jockers 1993 – 1996
Jürgen, Arnold 1996 – 1996
Reinhard, Jockers 1996 – 1999
Stefan, Varga 1999 – 2000
Reinhard, Jockers 2000  - 2004
Klaus, Kloos 2004  -  2006
Andreas, Harter 2006  - 2007
Josef, Schmitz 2007  - 2008
Satzungsänderung  04.04.2008
Neu: die 5 Vorstände sind gerichtlich und außergerichtlich Einzelver-tretungsberechtigt
Josef, Schmitz 2008  - 2010
Vorstandsvorsitzender
Werner Geith 2008 - Heute
Vorsitzender Finanzen-u. Geschäftsbereich
Rolf Löschtrog 2008 – 2010
Vorsitzender Vermarktung-u. Öffentlichkeitsarbeit
Reinhard Jockers 2008 – 2010
Vorsitzender Sportbereich
Hans Jockers 2008 – 2012
Vorsitzender Gebäude- u.Veranstaltungen
Jutta Beck 2010 – 2012
Vorstandsvorsitzende
Eduard Wentland 2010 – Heute
Vorsitzender Vermarktung-u. Öffentlichkeitsarbeit
Viktor Schwan 2010 – Heute
Vorsitzender Sportbereich
Kim Lachowski 2012 - 2014
Vorsitzender Gebäude-u. Veranstaltungen
2. Vorstände
Heinz Eble 1968 - 1978
Satzungsänderung 28.02.1986
Neu: 2. Vorstand ist gerichtlich und außergerichtlich einzelvertretungs-berechtigt
Bernd Burger 1986 – 1989
Lothar Brunner 1989 -  2002
Klaus Kloos 2002 -  2004
Andreas Harter 2004 -  2006
Heinz Harald Venzke 2006 -  2008

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